5 Irrtümer über die 24-Stunden-Betreuung, die Angehörige kennen sollten

Zwischen Wunsch und Wirklichkeit

Wer sich zum ersten Mal mit dem Thema 24-Stunden-Betreuung beschäftigt, steht oft vor einer Flut an Informationen.

Im Internet finden sich unzählige Angebote, Preisvergleiche und Versprechen. Freunde erzählen von ihren Erfahrungen, Nachbarn geben gut gemeinte Ratschläge und in den Medien tauchen immer wieder Berichte über Betreuung im Alter auf.

Unsere Erfahrung ist es, dass es für Angehörige nicht leicht ist, den Überblick zu behalten.

In unseren Beratungsgesprächen stellen wir fest, dass viele Angehörige sich ähnliche Fragen stellen:

Hinter diesen Fragen stehen häufig Missverständnisse, die zu Unsicherheit führen – und manchmal sogar dazu, dass Familien eine passende Unterstützung gar nicht erst in Betracht ziehen.

Dabei kann eine 24-Stunden-Betreuung vielen Seniorinnen und Senioren ermöglichen, weiterhin in ihrer vertrauten Umgebung zu leben und gleichzeitig die Angehörigen spürbar zu entlasten.

In diesem Artikel räumen wir mit den häufigsten Irrtümern auf und zeigen, worauf Familien wirklich achten sollten.

Irrtum Nr. 1: Eine Betreuungsperson arbeitet tatsächlich 24 Stunden am Tag

Was bedeutet das im Alltag?

Das ist wahrscheinlich das grösste Missverständnis überhaupt.

Der Begriff 24-Stunden-Betreuung beschreibt nicht, dass eine Betreuungsperson ununterbrochen arbeitet.

Vielmehr bedeutet eine 24-Stunden-Betreuung, dass die Betreuungsperson im Haushalt der betreuten Person lebt und dadurch im Alltag präsent ist.

Sie unterstützt bei den vereinbarten Aufgaben, begleitet durch den Tag und kann – je nach Situation – auch nachts erreichbar sein. Selbstverständlich gelten dabei arbeitsrechtliche Vorgaben zu Arbeitszeiten, Ruhezeiten und Freizeit.

Gerade seriöse Anbieter legen grossen Wert darauf, dass Betreuungspersonen ausreichend Erholung erhalten. Denn nur wer selbst gesund und ausgeruht ist, kann andere Menschen zuverlässig begleiten.

Gut zu wissen

Der Begriff «24-Stunden-Betreuung» hat sich im allgemeinen Sprachgebrauch etabliert. Tatsächlich beschreibt er ein Betreuungsmodell – keine ununterbrochene Arbeitszeit.

Eine Betreuungsperson unterstützt beispielsweise beim:

Zwischen diesen Aufgaben entstehen selbstverständlich auch Zeiten, in denen die betreute Person ruht oder sich selbst beschäftigt.

Die Betreuung orientiert sich am individuellen Tagesablauf – nicht an einer permanenten Beschäftigung.

Beispiel aus dem Alltag
Herr Ferreira lebt nach dem Tod seiner Frau allein in seinem Einfamilienhaus.

Körperlich ist er für sein Alter noch erstaunlich fit. Dennoch fällt es ihm zunehmend schwer, den Haushalt zu führen und regelmässig zu kochen. Seine Tochter wohnt rund 100 Kilometer entfernt. Sie macht sich Sorgen, weil ihr Vater nachts gestürzt ist und erst am nächsten Morgen Hilfe rufen konnte.

Gemeinsam entscheiden sie sich für eine 24-Stunden-Betreuung.

Die Betreuungsperson begleitet Herrn Ferreira beim Einkaufen, bereitet gemeinsam mit ihm die Mahlzeiten zu, sorgt mit Aktivitäten für die Erhaltung seiner kognitiven Fähigkeiten und Struktur im Alltag und ist im Haus präsent. Das bedeutet jedoch nicht, dass sie Tag und Nacht ohne Unterbruch arbeitet.

Während Herr Ferreira nachmittags liest oder Besuch bekommt, nutzt auch die Betreuungsperson ihre Ruhezeiten. Herr Ferreira kann dank der Betreuungslösung wieder im Freundeskreis aktiv sein, nimmt sogar wieder an Kartenspiel-Nachmittagen teil. Damit er nach seiner Knie-OP fit bleibt, motiviert die Betreuungsperson ihn, dass er regelmässig am Hometrainer trainiert.

Irrtum Nr. 2: Eine 24-Stunden-Betreuung ist nur für schwer pflegebedürftige Menschen geeignet

Viele Menschen verbinden eine 24-Stunden-Betreuung automatisch mit einer sehr schweren Pflegebedürftigkeit.

Tatsächlich ist das häufig nicht der Fall. Oft entscheiden sich Familien bereits deutlich früher für dieses Betreuungsmodell.

Zum Beispiel:

  • nach mehreren Stürzen
  • bei zunehmender Vergesslichkeit
  • wenn Einsamkeit zum Problem wird
  • bei beginnender Demenz
  • wenn Angehörige dauerhaft entlastet werden müssen
  • wenn der Alltag allein nicht mehr sicher bewältigt werden kann

Gerade der frühzeitige Beginn kann dazu beitragen, dass Seniorinnen und Senioren länger selbstbestimmt zuhause leben können.

Betreuung beginnt oft lange vor der Pflege

Ein wichtiger Gedanke wird häufig übersehen:

Nicht jede Person, die Unterstützung benötigt, ist pflegebedürftig.

Viele ältere Menschen wünschen sich vor allem:

  • Gesellschaft
  • Sicherheit
  • Unterstützung im Haushalt
  • Begleitung zu Terminen
  • gemeinsame Mahlzeiten
  • Hilfe bei der Tagesstruktur

Genau hier liegt die Stärke einer professionellen Betreuung.

Sie ergänzt den Alltag und trägt dazu bei, Selbstständigkeit möglichst lange zu erhalten. Nicht selten wird dadurch ein Heimeintritt über Jahre hinausgezögert.

Unser Tipp

Warten Sie nicht darauf, bis «gar nichts mehr geht», sondern versuchen Sie dazu beizutragen, dass die Lebensqualität erhalten werden kann.

Je früher Unterstützung beginnt, desto leichter fällt vielen Seniorinnen und Senioren die Umstellung – und desto besser lassen sich Gewohnheiten und Selbstständigkeit erhalten.

Irrtum Nr. 3: Eine 24-Stunden-Betreuung ersetzt die Pflege vollständig

Viele Angehörige gehen zunächst davon aus, dass eine Betreuungsperson sämtliche Aufgaben übernimmt – von der Unterstützung im Haushalt bis hin zu medizinischen Pflegeleistungen.

So einfach ist es jedoch nicht.

Eine 24-Stunden-Betreuung und die pflegerische Versorgung verfolgen unterschiedliche Ziele und ergänzen sich in vielen Fällen ideal.

Die Betreuung unterstützt vor allem im Alltag:

  • gemeinsame Mahlzeiten
  • Einkaufen
  • Haushalt
  • Begleitung zu Arztterminen
  • Spaziergänge
  • Tagesstruktur
  • Gesellschaft
  • Unterstützung bei alltäglichen Verrichtungen

Medizinische oder behandlungspflegerische Aufgaben gehören hingegen in die Hände entsprechend qualifizierter Fachpersonen. (in vielen Fällen übernehmen wir ebenfalls die Grundpflege)

Dazu zählen beispielsweise:

  • Wundversorgung
  • Injektionen
  • medizinische Behandlungspflege
  • komplexes Medikamentenmanagement
  • ärztlich verordnete Pflegeleistungen

In der Praxis arbeiten deshalb häufig verschiedene Fachpersonen (z.B. Spitex) zusammen.

Eine ambulante Pflege übernimmt die medizinischen Leistungen, während die Betreuungsperson den Alltag begleitet und für Kontinuität sorgt.

Gerade diese Kombination ermöglicht vielen älteren Menschen, weiterhin in ihrer vertrauten Umgebung zu leben.

Betreuung und Pflege – ein starkes Team

Viele Angehörige fragen sich:

«Brauchen wir Betreuung oder Pflege?»

Die Antwort lautet häufig:

Beides.

Denn Betreuung und Pflege ergänzen sich ideal und ermöglichen vielen Seniorinnen und Senioren, möglichst lange in ihrem vertrauten Zuhause zu leben.

Ein Beispiel aus dem Alltag

Am Morgen unterstützt die Betreuungsperson Frau Koller beim Aufstehen, begleitet sie bei der Morgentoilette und hilft ihr bei der Körperpflege sowie beim Ankleiden. Anschliessend wird gemeinsam gefrühstückt und der Tag geplant.

Später kommt eine Pflegefachperson vorbei und übernimmt die medizinischen beziehungsweise behandlungspflegerischen Aufgaben. Dazu gehört beispielsweise die fachgerechte Versorgung der Wunde an Frau Kollers Ferse sowie weitere ärztlich verordnete Pflegeleistungen.

Im Anschluss begleitet die Betreuungsperson Frau Koller durch den Tag. Sie bereitet gemeinsam das Mittagessen zu, erledigt Einkäufe, begleitet sie zu einem Spaziergang oder verbringt Zeit mit Gesprächen und gemeinsamen Aktivitäten. Am Abend hilft sie dabei, den Tag ruhig ausklingen zu lassen.

So entsteht eine ganzheitliche Versorgung, bei der jede Fachperson ihre Kompetenzen einbringt: Die Betreuungsperson unterstützt im Alltag und bei der Grundpflege, während medizinische und behandlungspflegerische Leistungen von qualifiziertem Pflegefachpersonal übernommen werden. 

Dieses Zusammenspiel sorgt für Sicherheit, Lebensqualität und ermöglicht es vielen älteren Menschen, trotz gesundheitlicher Einschränkungen weiterhin selbstbestimmt zuhause zu leben.

Gut zu wissen

Die meiste Zeit des Tages besteht nicht aus medizinischer Betreuung. Sie besteht aus Alltag. Und genau diesen Alltag gestaltet eine gute Betreuung aktiv mit.

Für viele Seniorinnen und Senioren macht gerade das den entscheidenden Unterschied für ihre Lebensqualität aus.

Irrtum Nr. 4: Eine 24-Stunden-Betreuung ist immer teurer als ein Pflegeheim

Auch diese Annahme hält sich hartnäckig.

Tatsächlich lässt sich diese Frage jedoch nicht pauschal beantworten.

Die Kosten hängen von vielen Faktoren ab, beispielsweise:

  • Umfang der Betreuung
  • individuellem Unterstützungsbedarf
  • Wohnsituation
  • ergänzenden Pflegeleistungen
  • regionalen Gegebenheiten

Ein direkter Preisvergleich greift deshalb oft zu kurz.

Wie hoch sind die Kosten für ein Pflegeheim in der Schweiz?

Je nach Kanton und Einrichtung können die monatlichen Gesamtkosten stark variieren:

  • CHF 6’000 bis CHF 10’000 pro Monat sind keine Seltenheit
  • In einigen Fällen können die Kosten sogar darüber liegen.

Ein Teil der Pflegekosten wird durch die Krankenversicherung oder die öffentliche Hand gedeckt. Dennoch bleibt für viele Betroffene ein erheblicher Eigenanteil.

Achtung: Nicht alle Leistungen sind im Grundpreis enthalten – Zusatzkosten können schnell entstehen.

Was kostet eine Betreuung zu Hause?

Bei Senior:innenbetreuung Schweiz startet das Angebot bereits ab CHF 1’050 pro Woche. Die genauen Betreuungskosten werden individuell auf die Bedürfnisse der betreuten Person abgestimmt.

Ein beispielhaftes Rechenbeispiel von Senior:innenbetreuung Schweiz zeigt, wie sich die monatlichen Kosten zusammensetzen:

  • Grundpreis Betreuung: CHF 7’300
  • Abzüglich Kostenübernahme für Grundpflege:– CHF 2’500
  • Zwischentotal: CHF 4’800
  • Zuzüglich MwSt.: CHF 5’188
  • Abzüglich Hilflosenentschädigung: – CHF 613
  • Abzüglich Anteil Zusatzversicherung: – CHF 375

Daraus ergeben sich Betreuungskosten von rund CHF 4’200 pro Monat.

Gerade im Vergleich zu vielen Altersheimen zeigt sich:

Eine persönliche Betreuung zu Hause muss nicht teurer sein – bietet jedoch oft deutlich mehr Individualität, persönliche Nähe und Lebensqualität.

Der grosse Unterschied:

Bei der Betreuung zu Hause steht nicht ein standardisierter Tagesablauf im Mittelpunkt, sondern der Mensch selbst – mit seinen Gewohnheiten, Bedürfnissen und seinem vertrauten Zuhause.

Senior:innenbetreuung Schweiz setzt dabei auf individuelle Lösungen, persönliche Betreuung und ein Umfeld, in dem sich Seniorinnen und Senioren sicher, verstanden und zuhause fühlen können.

Es geht nicht nur um Kosten

Natürlich spielen finanzielle Überlegungen eine wichtige Rolle.

Ebenso wichtig ist jedoch die Frage:

Welche Lebensqualität wünschen sich die betroffene Person und ihre Familie?

Viele Seniorinnen und Senioren möchten möglichst lange in ihrer vertrauten Umgebung bleiben.

  • Sie möchten morgens aus ihrem eigenen Bett aufstehen.
  • Sie möchten ihre Nachbarn weiterhin treffen.
  • Sie möchten ihren Garten sehen oder auf ihrem Balkon sitzen.

Diese Aspekte lassen sich kaum in Franken beziffern – sie sind für viele Familien aber entscheidend.

Die richtige Frage lautet deshalb:

Nicht:

«Welche Lösung ist günstiger?»

Sondern:

«Welche Lösung passt am besten zu unserer Situation?»

Denn jede Familie bringt andere Wünsche, Bedürfnisse und Möglichkeiten mit.

Wann ist eine 24-Stunden-Betreuung besonders sinnvoll?

Eine pauschale Antwort gibt es nicht.

Aus der Erfahrung zeigen sich jedoch typische Situationen, in denen eine intensivere Betreuung den Alltag deutlich erleichtern kann.

Zum Beispiel:

Je früher diese Entwicklung erkannt wird, desto mehr Zeit bleibt, gemeinsam eine passende Lösung zu finden.

Entscheidungshilfe für Angehörige

Die folgende Übersicht kann eine erste Orientierung geben.

Situation

Stundenweise Betreuung

Kurzzeitbetreuung

24-Stunden-Betreuung

Hilfe im Haushalt

Nach Spitalaufenthalt

Entlastung der Angehörigen

Rund um die Uhr Sicherheit

teilweise

Alleinleben mit hohem Unterstützungsbedarf

teilweise

Langfristige Begleitung

Diese Tabelle ersetzt selbstverständlich keine individuelle Beratung.

Sie zeigt jedoch, dass unterschiedliche Betreuungsformen jeweils unterschiedliche Bedürfnisse abdecken.

Beispiel aus dem Alltag

Nach mehreren Stürzen entschied sich die Familie von Frau Huber zunächst für eine stundenweise Unterstützung.

Anfangs genügte das. Mit der Zeit nahm die Unsicherheit jedoch zu. Vor allem nachts machten sich die Angehörigen grosse Sorgen. Gemeinsam prüfte die Familie verschiedene Möglichkeiten.

Nach einem persönlichen Beratungsgespräch entschieden sie sich schliesslich für eine 24-Stunden-Betreuung. Heute lebt Frau Huber weiterhin in ihrem vertrauten Zuhause.

Ihre Tochter beschreibt die Situation rückblickend so:

«Nicht die Betreuung hat unser Leben verändert – sondern das Gefühl, endlich nicht mehr ständig in Sorge sein zu müssen.»

Tipp für Angehörige

Versuchen Sie nicht, möglichst lange ohne Unterstützung auszukommen. Versuchen Sie vielmehr, den richtigen Zeitpunkt zu finden.

Viele unserer betreuten Familien berichteten später, dass sie sich gewünscht hätten, bereits einige Monate früher Hilfe organisiert zu haben. Denn eine Betreuung bedeutet nicht, Selbstständigkeit aufzugeben. Sie kann dazu beitragen, sie möglichst lange zu erhalten. Und bevor Sie nach einem geeigneten Pflegeheim suchen, versuchen Sie eine unkomplizierte 24h-Betreuung.

Irrtum Nr. 5: Mit einer 24-Stunden-Betreuung verlieren Seniorinnen und Senioren ihre Selbstbestimmung

Viele ältere Menschen lehnen eine Betreuung zunächst ab, weil sie befürchten, ihren Alltag künftig nicht mehr selbst bestimmen zu können.

Sie denken:

«Dann entscheidet jemand anderes über mein Leben.»

«Dann bin ich nicht mehr unabhängig.»

Diese Sorge ist verständlich. Die Realität sieht jedoch häufig anders aus. Eine gute 24-Stunden-Betreuung übernimmt nicht das Leben der betreuten Person. Sie unterstützt dort, wo Hilfe notwendig wird – und lässt gleichzeitig genügend Raum für Eigenständigkeit.

  • Wer gerne morgens Zeitung liest, soll das weiterhin tun.
  • Wer seinen Kaffee am liebsten um zehn Uhr trinkt oder jeden Nachmittag eine Runde durch den Garten geht, soll genau diese Gewohnheiten beibehalten können.


Die Betreuung passt sich dem Alltag der betreuten Person an – nicht umgekehrt. Gerade diese Kontinuität ist einer der grössten Vorteile gegenüber einem grundlegenden Wechsel der Wohnsituation.

Eine gute Betreuung orientiert sich am Menschen

Professionelle Betreuung bedeutet nicht, einen Tagesplan vorzugeben.

  • Sie bedeutet zuzuhören.
  • Gewohnheiten kennenzulernen.
  • Vorlieben zu respektieren.

Und dort zu unterstützen, wo Unterstützung tatsächlich gewünscht oder notwendig ist.

Die Frage lautet deshalb nicht:

«Was muss übernommen werden?»

Sondern:

«Was möchte die betreute Person möglichst lange selbst machen?»

Genau dieser Ansatz trägt dazu bei, Selbstständigkeit und Lebensqualität zu erhalten.

Checkliste: Ist eine 24-Stunden-Betreuung die passende Lösung?

Die folgende Übersicht kann Angehörigen eine erste Orientierung geben.

Treffen mehrere Aussagen zu?

Sicherheit

☐ Die betreute Person lebt allein.

☐ Es besteht ein erhöhtes Sturzrisiko.

☐ Nachts entstehen regelmässig Unsicherheiten.

☐ Angehörige machen sich täglich Sorgen.

 

Alltag

☐ Einkaufen, Kochen oder Haushalt gelingen kaum noch.

☐ Die Tagesstruktur fällt zunehmend schwer.

☐ Regelmässige Unterstützung wird an mehreren Tageszeiten benötigt.

☐ Einsamkeit belastet den Alltag.

 

Angehörige

☐ Sie fühlen sich dauerhaft verantwortlich.

☐ Beruf und Betreuung lassen sich kaum noch vereinbaren.

☐ Eigene Erholungszeiten bleiben auf der Strecke.

☐ Die aktuelle Situation belastet die ganze Familie.

 

Je mehr Punkte Sie mit Ja beantworten, desto sinnvoller kann eine persönliche Beratung sein.

Eine individuelle Bedarfsanalyse hilft dabei, gemeinsam herauszufinden, welche Betreuungsform am besten zu Ihrer Situation passt.

Worauf Familien bei der Wahl eines Betreuungsanbieters achten sollten?

Eine 24-Stunden-Betreuung basiert auf Vertrauen. Deshalb lohnt es sich, den Anbieter sorgfältig auszuwählen.

Achten Sie insbesondere auf:

Persönliche Beratung

Jede Betreuungssituation ist anders. Ein gutes Betreuungskonzept beginnt deshalb mit einem ausführlichen Gespräch.

 

Transparenz

Bereits vor Betreuungsbeginn sollte klar sein:

  • Welche Leistungen sind enthalten?
  • Welche Aufgaben übernimmt die Betreuungsperson?
  • Wie erfolgt die Organisation?
  • Wer ist Ansprechpartner bei Fragen?

 

Kontinuität

Gerade bei einer intensiven Betreuung spielt Vertrauen eine entscheidende Rolle. Möglichst konstante Betreuungspersonen erleichtern die Eingewöhnung und schaffen Sicherheit.

 

Individuelle Lösungen

Vermeiden Sie Anbieter, die ausschliesslich Standardpakete anbieten. Eine gute Betreuung orientiert sich immer an den Bedürfnissen der betreuten Person.

Fazit

Rund um die 24-Stunden-Betreuung gibt es viele Missverständnisse.

Oft entstehen sie durch den Begriff selbst oder durch unterschiedliche Vorstellungen davon, was Betreuung leisten kann. Tatsächlich geht es nicht darum, jede Aufgabe zu übernehmen oder rund um die Uhr ohne Unterbruch zu arbeiten. Es geht darum, älteren Menschen Sicherheit, Struktur und Unterstützung im Alltag zu geben – und Angehörige dort zu entlasten, wo sie an ihre Grenzen kommen.

Für viele Familien ist die 24-Stunden-Betreuung eine Möglichkeit, den Wunsch ihrer Eltern zu erfüllen, möglichst lange im vertrauten Zuhause zu leben. Sie ersetzt weder medizinische Pflege noch die Rolle der Angehörigen. Sie ergänzt beides. Und genau darin liegt ihre Stärke.

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